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Dresdner Totentanz Ausstellung + Musik + Tanz + Theater
Dreikönigskirche Dresden, 6. bis 27. September 2001
Schirmherrschaft: Schweizerischer Generalkonsul Hans Dürig
Konzeption und Organisation: Thomas Friedlaender und Marius Winzeler in Zusammenarbeit mit mit expositio gmbh und dem Haus der Kirche
2.einfuehrung.htm
Dresdner Totentanz
Ein Projekt von Thomas Friedlaender und Marius Winzeler
in Zusammenarbeit mit expositio gmbh, Zürich und dem Haus der Kirche - Dreikönigskirche Dresden
Der Tod, Sterben, der Totentanz - das sind Themen, die den Menschen seit jeher umtreiben und weder im Gestern noch im Morgen ihre Aktualität einbüssen. Jeder ist davon betroffen - ob Mann oder Frau, arm oder reich, im Tod sind alle gleich. Im Mittelalter fand diese Erkenntnis im Bild des Totentanzes seinen Ausdruck: Mit dem Sensenmann müssen Kaiser und Papst ebenso ihren letzten Tanz tanzen wie der Bauer oder der Bettler.
In Dresden hat sich einer der großen Totentänze des 16. Jahrhunderts erhalten, einmalig in seiner plastischen Gestalt, Größe und Form und dennoch bisher kaum beachtet: Es handelt sich um ein 12 m langes Sandsteinrelief mit 27 Figuren, entstanden 1534 für das Georgentor des Residenzschlosses und heute in der Dreikönigskirche angebracht. Kaiser Karl V. ist als Totentänzer darauf zu sehen, der sächsische Herzog Georg als Auftraggeber des Reliefs, eine Äbtissin oder ein Kind mit dem Tod. Ein langer Reigen zieht sich vor dem Betrachter entlang, geschaffen vom Bildhauer Christoph Walther I aus Breslau.
Mit unserem Projekt möchten wir dieses Kunstwerk, das so eindrücklich die Unausweichlichkeit der menschlichen Gesellschaft vor dem Tod vor Augen führt, auf neue Weise erlebbar machen. So wird der Dresdner Totentanz in eine 1999 entstandene Ausstellung einbezogen werden, die bereits in zahlreichen Kirchen der Schweiz mit großem Zuspruch gezeigt wurde. Den Totentanz-Bildern werden Videosequenzen gegenübergestellt, in denen heutige Menschen über ihre Todeserfahrungen berichten. Auf mehreren Ebenen findet damit eine packende Auseinandersetzung mit Fragestellungen statt, die für jede und jeden aktuell sind.
Diese Präsentation wird durch ein Konzert-, Theater- oder Tanzprogramm ergänzt. Die Aktualität und die Zeitlosigkeit des Themas erhält dadurch eine Vertiefung. Die Vielfalt des Begleitprogramms reicht von Tänzen des 15. Jahrhunderts über eine kunsthistorische Betrachtung des Totentanzes bis hin zu zeitgenössischen Improvisationen und modernem Tanztheater.
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Tanzend ins Jenseits
Eine Ausstellung von expositio gmbh Zürich
6. bis 27. September 2001
Täglich geöffnet von 9.00 bis 18.00 Uhr
Eintritt zur Ausstellung frei
Abendveranstaltungen Eintritt 25,-DM/ 20,-DM ermäßigt
Publikation zum Totentanz
Tanzend ins Jenseits - Der Dresdner Totentanz
Eine Publikation im Verlag Janos Stekovics, Halle an der Saale 2001
Erhältlich in der Dreikönigskirche und im Buchhandel
Büchertisch von Buchhandlung LeseZeichen über die gesamte Zeit der Ausstellung
Mit einem Fuss im Jenseits
Barbara Enderli, expositio gmbh, Zürich
Im Augenblick des Sterbens zwingt der Tod, der Knochenmann, die Menschen zum allerletzten Tanz. An vielen Orten Europas hat man diesen Tanz, der als Vorstellung der mittelalterlichen Glaubenswelt entstammt, in Bildern und Bildzyklen festgehalten, in Basel, Berlin, Dresden, Reval/Tallinn und anderswo. Einer der umfangreichsten Totentänze schuf zwischen 1516 und 1519 der Maler Niklaus Manuel Deutsch. Kurz vor der Reformation entstand sein Werk in Bildern und Versen auf der Friedhofsmauer des Dominikanerklosters in Bern. Auf eine Länge von gut hundert Metern tanzte dort der Reigen einer kaum abschätzbaren Zahl von lebensgross gemalten, unheimlichen Tanzpaaren. Vom Papst bis zum Bettler, von der Kaiserin bis zur Dirne, vom Greis bis zum Kind, alle bewegten sich geführt, gezerrt, gezogen oder gestossen vom Knochenmann in dieselbe Richtung, von rechts nach links zum Beinhaus und in den Tod. Auf dem Kirchgang begegnete so der schauerliche Totentanz den Gläubigen und führte ihnen eine Botschaft bildhaft nahe: Denkt daran, dass auch euch der Tod jederzeit ereilen kann. Bereitet euch durch gute Lebensführung und Busse darauf vor.
Beispielhaft ist dieser Totentanz dem Dresdner Relief in der Dreikönigskirche gegenübergestellt. Die vorliegende Publikation und die Ausstellung "Tanzend ins Jenseits" geben die Bilder und die Kraft des Berner Totentanzes wieder und möchten den Blick auf den Dresdner Reigen mit dem Knochenmann neu schärfen. Wie auf dem Weg zur Kirche die Gläubigen, so begegnen LeserInnen und BesucherInnen den Stationen des Reigens: Sie sind eingeladen, entlang einer Bildauswahl mit unerbittlichen Tanzschritten nach links - im Mittelalter der dunkle Bereich von Hölle und Fegefeuer - den Forderungen des Todes bis zum Beinhaus hin zu folgen.
Den beklemmenden Szenen und den Figuren aus der mittelalterlichen Ständereihe stehen in der Ausstellung Porträts von Menschen aus unserer Mitte gegenüber. Ihre Stimmen berichten über sehr persönliche Erfahrungen mit dem Sterben. Diese Menschen haben den Moment des Sterbens schon einmal in Form eines Nahtoderlebnisses erfahren und so im übertragenen Sinn "mit dem Tod getanzt".
Überraschenderweise fehlt die Angst in ihren Erzählungen über die Erlebnisse mit dem nahen Tod. Die Stimmen berichten von ausserordentlichen, ja sogar schönen Eindrücken und kontrastieren so das unbarmherzige Treiben der mittelalterliche Vorstellungs- und Bilderwelt.
Mit dieser Gegenüberstellung bietet die Ausstellung einen Orientierungspunkt zu einem der schwierigsten Themen im Leben der Menschen und ermöglicht einen anderen Blick auf die eigene Beschäftigung mit dem Tod.
3.1.a_publikation.htm
Tanzend ins Jenseits - Der Dresdner Totentanz
Eine Publikation im Verlag Janos Stekovics, Halle an der Saale 2001
In neuen Farbaufnahmen wird der Dresdner Totentanz erstmals ausführlich insgesamt und in Details gezeigt, ergänzt von historischen Ansichten und Vergleichsabbildungen.
Texte von Arndt Kiesewetter, Restaurator und Kunsthistoriker, bester Kenner des Totentanzes, führen Geschichte und Idee, seine Erscheinung in Vergangenheit und Gegenwart sowie seine Restaurierungsgeschichte vor.
Barbara Enderli und Moritz Flury-Rova sowie Marius Winzeler präsentieren die zentralen Inhalte des eurtopäischen Totentanzes allgemein und stellen den heutigen Aufstellungsort des Dresdner Totentanzes, die Dreikönigskirche vor.
ca. 48 Seiten, Format 12 x 17 cm, zahlreiche farbige Illustrationen, ca. 6,- DM
Erscheint Anfang September 2001.
Erhältlich in der Dreikönigskirche und im Buchhandel.
4.veranstaltung.htm
6. und 7. September 2001, 19.30 Uhr
Totentänze - Lebenstänze
Instrumentalmusik und Tänze des 15. und 16. Jahrhunderts
Carles Mas (Paris/Barcelona) - Einhandflöte, Trommel und TanzEnsemble "Les haulz et les bas" (Freiburg/Breisgau) mit Dudelsack, Pommer, Schalmei und Zugtrompete
13. September 2001, 19.30 Uhr
Der Dresdner Totentanz
Kunstbetrachtung von Dr. Arndt Kiesewetter (Dresden), Landesamt für Denkmalpflege
Geistliche Musik des 16. und 17. Jahrhunderts
Constanze Backes (Dresden) - Sopran
Thomas Friedlaender (Dresden) - Zink
Klaus Eichhorn (Berlin) - Orgelpositiv
20. September, 19.30 Uhr
"Totentanz" von Herbert Collum (1914-1982)
Friederike Rademann (Dresden) - Tanz
Hans-Dieter Schöne (Dresden) - Orgel
26. und 27. September 2001, 21.00 Uhr
"Kreuzung"
DEREVO (St.Petersburg/Dresden)
Andreas Gundlach (Dresden) - Orgel
Kartenvorbestellung: Buchhandlung LeseZeichen, Prießnitzstraße 56, 01099 Dresden,fon: 0351 / 8033914, fax: 0351 / 8033915, e-mail: info@buchlesen.de
4.1.v_instrumentalmusik.htm
4.2.v_kiesewetter.htm
Der Dresdner Totentanz - Überlegungen zu seiner Herkunft und Idee
Dr. Arndt Kiesewetter, Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Dresden
Der "Dresdner Totentanz" zählt zu den größten und bedeutendsten Totentanzdarstellungen in Deutschland. Zugleich ist das über 12 m lange Sandsteinrelief eine der wenigen plastischen Darstellungen dieses Themas.
Urspünglich befand sich das einst farbig gefaßte Relief an der Außenfassade des unter Herzog Georg dem Bärtigen errichteten Schloßgebäudes, dem sogenannten "Georgentor". Er war Teil eines anspruchsvollen Bildprogrammes, mit dem der Herzog - als entschiedener Gegner Luthers - eine weithin sichtbare theologische Erwiderung auf die protestantische Bildformel von menschlicher Sünde und Erlösung schaffen ließ. Der Totentanz gehört zu den wenig erhaltenen Teilen dieses umfangreichen Bildprogramms. Mit seinen 27 Figuren - darunter der Auftraggeber Herzog Georg selbst sowie der Kaiser Karl V. und König Ferdinand - nahm der Totentanz stets eine Sonderstellung ein und genoß in Dresden eine besondere Popularität.
Bisher ungeklärt ist die Frage nach dem "geistigen Vater" des Bildprogramms der Fassaden des Georgenbaues im allgemeinen und des Totentanzes im besonderen. Der Dresdner Totentanz zählt zu den seltenen Darstellungen des Gruppentotentanzes, bei dem nicht die Toten mit den Sterbenden im paarweisen Dialog auftreten, sondern die Standesvertreter im langen Reigen dem voranschreitenden Tod folgen. Neuere Forschungen zeigen, daß die Art der Darstellung eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema insbesondere die Kenntnis eines sehr frühen Totentanzmonolog-Textes voraussetzt.
Zweifellos hat sich Herzog Georg bei dem Bildprogramm an seinem Schloß beraten lassen. Zunächst kommt hierfür sein hochgebildeter theologischer Berater Cochlaeus in Frage. Bisher wenig Beachtung fanden aber die Beziehungen des Herzogs zu Erasmus von Rotterdam. Der sächsische Fürst stand mit dem Gelehrten aus Basel in engem Briefkontakt zu theologischen Fragen. Darüber hinaus schickte er seinen späteren Berater, den jungen Christoph von Carlowitz für mehrere Jahre zum Studium nach Basel. Es ist zu vermuten, daß Erasmus von Rotterdam auf das Bildprogramm und insbesondere auf das Totentanzmotiv einen entscheidenen Einfluß ausübte. In Basel war durch die Existenz von zwei großen Totentanzgemälden die Gedankenwelt des Totentanzes so populär wie in keiner anderen Stadt. Hier entstanden 1525 auch die berühmten Totentanzblätter von Hans Holbein d. J., der im übrigen intensive persönliche Beziehungen zu Erasmus pflegte.
Es liegt auf der Hand, daß sich Erasmus von Rotterdam mit dem Totentanzthema auseinander gesetzt hat und in seiner bekannten Gründlichkeit geisteswissenschaftlicher Studien auch auf frühe lateinische Totentanztexte gestoßen ist. Auch wenn der konkrete Beweis vorerst schuldig bleibt, liegt die Vermutung nahe, daß der Dresdner Totentanz auf einen solchen frühen Monologtext mit heute verschollenen Bildvorlagen zurückgeht, die über die Vermittlung des Erasmus von Rotterdam, vielleich auch durch Christoph von Carlowitz oder Cochlaeus nach Dresden gelangten und den Herzog bei seiner Entscheidung für die bildkünstlerische Umsetzung an seinem neuen Schloß beeinflußten.
4.3.v_geistliche_musik.htm
Geistliche Musik des 16. und 17. Jahrhunderts
Orlando di Lasso (1532 - 1594) und Heinrich Schütz (1585 - 1672) sind die zentralen musikalischen Figuren ihrer Zeit in Deutschland. Lasso in München und Schütz in Dresden, beide als Leiter der Hofkapellen über Jahrzehnte dort wirkend, konzentrieren in ihrem Werk das musikalische Wissen Europas und spiegelten in diesem die Theologie ihrer Epochen.
In unserem Programm erklingen unter anderem von Orlando di Lasso die Vertonung der Jeremias- und Hiobsklage sowie von Heinrich Schütz Kompositionen aus den "Kleinen Geistlichen Konzerten".
4.4.v_collum.htm
Herbert Collum (1914-1982) TOTENTANZ 1944/45
Variationen über ein altes Volkslied "Es ist ein Schnitter, heißt der Tod"
(Ausschnitte)
Choreographie: Friederike Rademann
Orgel: Hans-Dieter Schöne
Schnitter Tod
Es ist ein Schnitter, heißt der Tod
hat Gewalt vom höchsten Gott;
heut wetzt er das Messer, es schneid`t schon viel besser,
bald wird er drein schneiden, wir müssen`s erleiden -
Hüt dich, schönes Blümelein!
Was heut noch grün und frisch dasteht,
wird morgen schon hinweggemäht:
die edlen Narzissen, die Zierden der Wiesen,
die Schön` Hyazinthen, die türkischen Binden -
Hüt dich, schönes Blümelein!
Das himmelfarbene Ehrenpreis,
die Tulpianen weiß,
die silbernen Glocken, die goldenen Flocken,
sinkt alles zur Erden, was wird daraus werden?
Hüt dich, schönes Blümelein!
Trotz, Tod! Komm her, ich fürcht` dich nit,
trotz, eil daher in einem Schritt!
werd` ich auch verletzet, so wird` ich versetzet
in` himmlischen Garten, auf den wir all warten.
Freu dich, schönes Blümelein!
Herbert Collum wirkte über vier Jahrzehnte in Dresden als Kreuzorganist. Collums Orgelspiel versetzte seine große Zuhörerschaft durch die Expansionskraft seines Musikantentums in Erstaunen. Er komponierte und interpretierte. Er war als Professor für Cembalospiel an der Dresdner Hochschule für Musik geschätzt.
Viele seiner Kompositionen sind von tiefem Ernst getragen. Der TOTENTANZ für Orgel ist unter dem Eindruck der Zerstörung Dresdens entstanden. So wie der maler Otto Dix die Bilder des Todes und der Vernichtung malte, so hat sie Collum in seinen erschütternden und mahnenden Orgelzyklus dargestellt - schonungslos und hart. In allen Variationen erklingt die alte Weise von 1638 "Es ist ein Schnitter, heißt der Tod" in einer kunstvollen cantus.firmus-Technik verarbeitet. In jeder Variation steht der Gevatter Tod mit einem gewandelten Gesicht da, einmal sanft wiegend, einmal ganz brutal. Mit einer unerbittlichen Intensität, mit Brisanz oder nachdenklicher Poesie wird eine Veränderung an die andere gereiht. In der Passacaglia-Fuge am Schluß erscheint das Hauptmotiv vom Schnitter Tod in hartnäckiger Gestik im Pedal. Darüber wölbt sich das Fugenthema. Das Bild verdichtet sich zu einer niederschmetternden Kraft. Der berstende Schluß der Fuge mündet befreiend in das alte Volkslied, gleichsam eine sinnliche Betrachtung über die letzte Strophe: "Trutz, Tod! Komm her! Ich fürcht dich nit!".
4.5.v_kreuzung.htm
KREUZUNG
Mitwirkende:
Tatiana Khabarova
Elena Iarovaia
Anton Adassinski
Oleg Zhukovsky
Musik:
Andreas Gundlach & DEREVO
"KREUZUNG":
Aus einem Gespräch in einem Kloster:
Mit dem Wort "Tod" kann alles bezeichnet werden.
Was ist mit "Leben"?
Wer fragt das? Sehr gut, sehr gut: Genau das hab ich gemeint...
mehr Informationen unter http://www.derevo.org/common/int/actions/projects/
5.mitwirkende.htm
Mitwirkende
Die Veranstalter:
Thomas Friedlaender
Marius Winzeler
Die Zusammenarbeit:
Aus dem gemeinsamen Interesse für übergreifende Kulturveranstaltungen - Konzerte in historischen Räumen mit passender Musik, umrahmt von Kunstbetrachtung, kulinarischem Genuß und Landschaftserkundung - Konzipierung gemeinsamer Projekte: im Mai 2000 "Gnandsteiner Wandel- und Betrachtungskonzert". Mit großem Erfolg konnte im September 2000 die Reihe "Offenes Palais - Musik und Kunst im Großen Garten" in Dresden durchgeführt werden. Im September 2001 folgt das Projekt "Dresdner Totentanz" in der Dreikönigskirche Dresden-Neustadt.
Unser Anliegen ist es, mit Musik wertvolle Bauwerke, die oft wenig bekannt sind, mit neuem Leben zu erfüllen, zum Verständnis von Zeugnissen unserer Vergangenheit anzuregen und dadurch kulturelles Selbstverständnis und Identität zu befruchten: Geschichtlichkeit kann mit Musik eine wunderbare Leichtigkeit entwickeln.
Daß dieses Konzept erfolgreich sein kann, zeigen die bisherigen Erfahrungen und Projekte, die Thomas Friedlaender mit bekannten Musikern und Referenten mit großem Zuspruch und Erfolg durchgeführt hat.
Dafür sind wir aber auf enge Zusammenarbeit mit regionalen und lokalen Partnern und Sponsoren angewiesen, da nur so eine sinnvolle Werbung und ein angemessenes Marketing möglich sind.
Die Mitwirkenden:
Carles Mas (Paris/Barcelona)
Ensemble "Les haulz et les bas" (Freiburg/Breisgau)
Dr. Arndt Kiesewetter, (Dresden)
Constanze Backes, (Dresden)
Thomas Friedlaender, (Dresden)
Klaus Eichhorn, (Berlin)
Friederike Rademann, (Dresden)
Hans-Dieter Schöne, (Dresden)
DEREVO (St.Petersburg/Dresden)
Andreas Gundlach, (Dresden)
5.0.m_palais.htm
Offenes Palais - ein Rückblick
Das Projekt "Offenes Palais" ist zu einem großen Erfolg geworden! Es waren vier wunderbare Abende, geprägt von großer Lust, ja Begeisterung der Ausführenden und einer ebenso angeregten wie freudigen Stimmung des Publikums in den festlichen Räumen, wozu auch Bar und Buffet sowie der Büchertisch beitrugen. Das Wetter spielte mit, die Illumination und Fackelbeleuchtung konnte so zur Geltung kommen und der nächtliche Blick von der Treppe über den Palaisteich zum Ereignis werden.
Das Palais erwies sich als idealer Veranstaltungsort, die Symbiose von Konzert, Kunstbetrachtung und Raumerlebnis sprach ein breites Publikum an. Jedesmal mußten mehr Stühle bereit gestellt werden. Durch veränderte Aufstellungen war abgesehen vom Platzgewinn auch die Erfahrung der räumlichen Situation jedesmal eine andere. Insgesamt konnten wir rund 640 Eintrittskarten verkaufen, dazu kamen jeden Abend etwa 40 Freikarten - die räumliche Kapazität der unteren Palaisräume war somit voll ausgeschöpft!
Damit haben wir als Veranstalter das Ziel erreicht, möglichst viele Interessierte erneut auf das Palais im Großen Garten hinzuweisen und diesen wunderbaren Ort für Konzerte und festliche Veranstaltungen zu beleben. Ein Beitrag zur Diskussion um die Zukunft des Palais ist damit geleistet worden, der - so ist zu hoffen - nun in verschiedenen Richtungen eine Fortsetzung findet. Im Gespräch konnte die Problematik erörtert werden, viele Besucherinnen und Besucher sind mit diesem Thema nun besser vertraut und interessieren sich persönlich und unmittelbarer, was mit dem Haus geschieht. Auch die Sponsoren und die Medien haben durch ihre freundliche Begleitung des Projektes für den großen Besucherzuspruch und die Wiederbelebung der öffentlichen Diskussion um das Palais einen wichtigen Beitrag geleistet, wofür wir sehr dankbar sind.
Abgesehen vom Umstand, daß sich jetzt ein Verein der Freunde des Palais im Großen Garten konstitutiert und sich bereits eine Vereinigung Dresdner Persönlichkeiten mit einer Petition für das Palais hinsichtlich seiner zukünftigen Nutzung als Konzert- und Festhaus an den Landtag gewandt hat, freut uns ganz besonders, daß die Staatlichen Schlösser und Gärten Dresden die Reihe in Eigenregie weiterführen. Es heißt also erneut und zwar im weiteren Jahr 2000 bis ins Jahr 2002: Willkommen im "Offenen Palais" - jeden zweiten Dienstag im Monat. Wir wünschen dem Projekt weiterhin viel Glück und Erfolg.
Thomas Friedlaender & Marius Winzeler
mehr Informationen unter http://www.palais-grosser-garten.de
5.1.m_friedlaender_1.htm
Thomas Friedlaender
geboren in Magdeburg, studierte an der Dresdner Musikhochschule moderne Trompete und arbeitete in verschiedenen Orchestern. Erste Prägung durch Ludwig Güttler (Dresden) und Friedemann Immer (Köln). Beschäftigung mit Jazz und Improvisation. Seit 1990 Hinwendung zur sogenannten Historischen Aufführungspraxis, speziell zur alten Bläserkultur für Zink und Trompete zwischen 1450-1830. Studium in Leipzig an der Hochschule für Musik und Theater (Zink und historische Improvisation) und in Basel an der Schola Cantorum Basiliensis bei Bruce Dickey (Zink), Edward H.Tarr und Jean François Madeuf (Trompete); weiterführende studien u.a. bei William Dongois (Zink) in Paris. Gründung verschiedener Kammermusikensembles. Konzerte und Aufnahmen mit renommierten Ensembles und Solisten im Bereich der Alten Musik. Kunstgeschichtliche Begeisterung und Lust an Kulturmanagement führten in den vergangenen Jahren zu mehreren eigenen Projekten mit dem Ziel, das jeweilige Ambiente des Veranstaltungsortes mit Musik der Zeit sinnlich lebendig werden zu lassen.
mehr Informationen unter http://www.thomas-friedlaender.de
5.2.m_winzeler.htm
Marius Winzeler
1970 geboren in Männedorf (Schweiz), Studium der Kunstgeschichte an der Universität Zürich. 1990 und 1992 denkmalpflegerische Praktika in Dresden. 1994 Erarbeitung einer Ausstellung mit Katalog auf der Burg Gnandstein. 1996-1998 kunsthistorischer Mitarbeiter an der Ersten Sächsischen Landesausstellung. 1999 Konzeption und Realisierung einer Schatzkammer in St. Marienstern. Seit 2001 im Kulturhistorischen Museum Görlitz tätig. Mitarbeit an mehreren internationalen Ausstellungsprojekten; Organisation von Kulturveranstaltungen. Verfasser mehrerer Publikationen zu Themen der sächsischen und schweizerischen Kunst- und Kulturgeschichte.
5.3.m_mas.htm
Carles Mas - Einhandflöte, Trommel und Tanz
Carles Mas stammt aus Barcelona und ist einer der gefragtesten Interpreten, Tänzer, Musiker und Choreographen für die Musik des 14.-16. Jahrhunderts im internationalen Maßstab. Seine Instrumente sind die Einhandflöte, Querflöte, Dudelsack, Trommeln und Kastagnietten.
Ausbildung in traditionellen katalanischen, baskischen und abendländischen (westlichen) Tänzen. Gründer und Direktor von "La Copla Minima", einer Gruppe zur Erforschung der katalanischen Musik und des Tanzes. Vermittlung dieser Erkenntnisse auf Kursen, Bällen und Lehrgängen in ganz Europa und den USA.
Professur für Flöte und Tanz des Mittelalters in Lyon und Paris. Zahlreiche Aufnahmen und Publikationen dokumentieren sein künstlerisches Schaffen. Carles Mas lebt in Paris.
5.4.m_leshaulz.htm
Les haulz et les bas
Das Ensemble Les haulz et les bas hat sich seit 1993 auf die Musik der Alta Capella spezialisiert - der "lauten" Bläsermusik des Mittelalters auf Schalmeien, Pommer und Zugtrompete. Das Ensemble ist Preisträger des "Internationalen Festivals für Alte Musik, Brügge" und Gewinner des belgischen BRTN - Radiopreises. Gesine Bänfer und Ian Harrison sind weiterhin Preisträger des Festivals "Rencontres Internationales de St.Chartier (France)", 1996. Ihre Arbeit hat internationale Anerkennung gefunden. Sie gaben Konzerte, Vorlesungen und Kurse auf den Festivals von Brügge, Utrecht, Cambridge und Berlin, an den Universitäten von Oxford, London und Den Haag, für die Historic Brass Society und Galpin Society, Edinburgh, die Schola Cantorum Basiliensis und die Schola Cantorum St. Petersburg, und sie initiierten drei internationale Alta Capella Festivals und Symposien.
mehr Informationen unter http://www.les-haulz-et-les-bas.com
5.5.m_kiesewetter.htm
Der Dresdner Totentanz - Überlegungen zu seiner Herkunft und Idee
Dr. Arndt Kiesewetter, Landesamt für Denkmalpflege Sachsen, Dresden
Der "Dresdner Totentanz" zählt zu den größten und bedeutendsten Totentanzdarstellungen in Deutschland. Zugleich ist das über 12 m lange Sandsteinrelief eine der wenigen plastischen Darstellungen dieses Themas.
Urspünglich befand sich das einst farbig gefaßte Relief an der Außenfassade des unter Herzog Georg dem Bärtigen errichteten Schloßgebäudes, dem sogenannten "Georgentor". Er war Teil eines anspruchsvollen Bildprogrammes, mit dem der Herzog - als entschiedener Gegner Luthers - eine weithin sichtbare theologische Erwiderung auf die protestantische Bildformel von menschlicher Sünde und Erlösung schaffen ließ. Der Totentanz gehört zu den wenig erhaltenen Teilen dieses umfangreichen Bildprogramms. Mit seinen 27 Figuren - darunter der Auftraggeber Herzog Georg selbst sowie der Kaiser Karl V. und König Ferdinand - nahm der Totentanz stets eine Sonderstellung ein und genoß in Dresden eine besondere Popularität.
Bisher ungeklärt ist die Frage nach dem "geistigen Vater" des Bildprogramms der Fassaden des Georgenbaues im allgemeinen und des Totentanzes im besonderen. Der Dresdner Totentanz zählt zu den seltenen Darstellungen des Gruppentotentanzes, bei dem nicht die Toten mit den Sterbenden im paarweisen Dialog auftreten, sondern die Standesvertreter im langen Reigen dem voranschreitenden Tod folgen. Neuere Forschungen zeigen, daß die Art der Darstellung eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema insbesondere die Kenntnis eines sehr frühen Totentanzmonolog-Textes voraussetzt.
Zweifellos hat sich Herzog Georg bei dem Bildprogramm an seinem Schloß beraten lassen. Zunächst kommt hierfür sein hochgebildeter theologischer Berater Cochlaeus in Frage. Bisher wenig Beachtung fanden aber die Beziehungen des Herzogs zu Erasmus von Rotterdam. Der sächsische Fürst stand mit dem Gelehrten aus Basel in engem Briefkontakt zu theologischen Fragen. Darüber hinaus schickte er seinen späteren Berater, den jungen Christoph von Carlowitz für mehrere Jahre zum Studium nach Basel. Es ist zu vermuten, daß Erasmus von Rotterdam auf das Bildprogramm und insbesondere auf das Totentanzmotiv einen entscheidenen Einfluß ausübte. In Basel war durch die Existenz von zwei großen Totentanzgemälden die Gedankenwelt des Totentanzes so populär wie in keiner anderen Stadt. Hier entstanden 1525 auch die berühmten Totentanzblätter von Hans Holbein d. J., der im übrigen intensive persönliche Beziehungen zu Erasmus pflegte.
Es liegt auf der Hand, daß sich Erasmus von Rotterdam mit dem Totentanzthema auseinander gesetzt hat und in seiner bekannten Gründlichkeit geisteswissenschaftlicher Studien auch auf frühe lateinische Totentanztexte gestoßen ist. Auch wenn der konkrete Beweis vorerst schuldig bleibt, liegt die Vermutung nahe, daß der Dresdner Totentanz auf einen solchen frühen Monologtext mit heute verschollenen Bildvorlagen zurückgeht, die über die Vermittlung des Erasmus von Rotterdam, vielleich auch durch Christoph von Carlowitz oder Cochlaeus nach Dresden gelangten und den Herzog bei seiner Entscheidung für die bildkünstlerische Umsetzung an seinem neuen Schloß beeinflußten.
5.6.m_backes.htm
Constanze Backes - Sopran
wurde in Bochum geboren; studierte Gesang an der Folkwang-Hochschule in Essen, in London bei Jessica Cash und privat bei Hea-Soon Park; sang 1993 die Barbarina bei John Eliot Gardiners in Mozarts "Figaro" im Pariser Châtelet und in Amsterdam sowie für Deutsche Grammophon Archiv; nahm ebenfalls unter John Eliot Gardiners für die Deutsche Grammophon Monteverdis "L'Incoronatione di Poppes" (Valetto) und Mozarts "Zauberflöte" (Pappagena) auf; arbeitete danaben mit Dirigenten wie Paul McCreesh, Hermann Max, Rene Jacobs, Ludger Remy, Robert King, Nicholas McGegan, Ensembles wie dem Gesualdo Consort, Musica Fiata, Weser-Renaissance, Gabrielei Consort, Monteverdi Choir, Deutsche Händelsolisten und Israel Camerata; begeisterte das Publikum in zwei Konzerten bei den Göttinger Händel-Festspielen 1998
mehr Informationen unter http://www.omm.de/artists/backes/
5.7.m_friedlaender_2.htm
Thomas Friedlaender - Zink
geboren in Magdeburg, studierte an der Dresdner Musikhochschule moderne Trompete und arbeitete in verschiedenen Orchestern. Erste Prägung durch Ludwig Güttler (Dresden) und Friedemann Immer (Köln). Beschäftigung mit Jazz und Improvisation. Seit 1990 Hinwendung zur sogenannten Historischen Aufführungspraxis, speziell zur alten Bläserkultur für Zink und Trompete zwischen 1450-1830. Studium in Leipzig an der Hochschule für Musik und Theater (Zink und historische Improvisation) und in Basel an der Schola Cantorum Basiliensis bei Bruce Dickey (Zink), Edward H.Tarr und Jean François Madeuf (Trompete); weiterführende studien u.a. bei William Dongois (Zink) in Paris. Gründung verschiedener Kammermusikensembles. Konzerte und Aufnahmen mit renommierten Ensembles und Solisten im Bereich der Alten Musik. Kunstgeschichtliche Begeisterung und Lust an Kulturmanagement führten in den vergangenen Jahren zu mehreren eigenen Projekten mit dem Ziel, das jeweilige Ambiente des Veranstaltungsortes mit Musik der Zeit sinnlich lebendig werden zu lassen.
mehr Informationen unter http://www.thomas-friedlaender.de
5.8.m_eichhorn.htm
Klaus Eichhorn - Orgelpositiv
geboren in Berlin, studierte er Kirchenmusik und Cembalo an der Musikhochschule Berlin (West). Von 1972-1981 war er Lehrbeauftragter beim Staats- und Domchor ebendort. Er nahm an der Gründung der Musicalischen Compagney (eines der ersten international beachteten Ensembles mit historischen Instrumenten) teil und rief 1981 die Capella Cantorum ins Leben. Als Leiter dieses Ensemble wie auch als Gast bei führenden europäischen Ensembles realisierte er zahlreiche Konzerte, Aufnahmen und Festivals. Orgel-Solokonzerte ergänzen diese vielfältige Tätigkeiten. Darüberhinaus ist er Dozent für Orgel- und Generalbaßspiel in Halle an der Saale an der Hochschule für Kirchenmusik. 1994 wurde er nach langjähriger Unterrichtstätigkeit an die Hochschule für Künste Bremen berufen. Sein Haupttätigkeitsfeld liegt in der geistlichen Musik des 16.-frühen 18. Jahrhunderts.
5.9.m_rademann.htm
Friederike Rademann - Tanz
geboren in Dresden, studierte sie von 1978-1986 an der Palucca Schule in Dresden bei Gret Palucca und erhielt eine umfassende Ausbildung im klassischen und modernen Tanz.
Die Tänzerin erhielt verschiedene Preise bei nationalen Ballettwettbewerben. 1986 wurde Friederike Rademenn an die Staatsoper Dresden engagiert und war dort von 1994-1997 Solotänzerin.
Häufige Mitwirkung an Improvisationsabenden des Ballettensembles der Staatsoper, sowie eigene Improvisationsprojekte förderten den Wunsch, auch auf diesem Gebiet tätig zu werden.
Seit 1993 Auftritte gemeinsam mit dem Dresdner Kammerchor als Tänzerin und Choreographin mit Aufführungen in Bratislava, Dresden, Prag und Washington. Seit Langem enge Zusamenarbeit mit verschiedenen Organisten. Im Jahre 1998 Erarbeitung der "Fünf Präludien" aus dem Wohltemperierten Klavier von J.S. Bach nach einer Choreographie von Marianne Vogelsang. Eigene Choreographien nach Werken von J.S.Bach, F.Chopin, H.Berlinski ("Prager Kantate","Hiob") Regelmäßige Auftritte beim Fest Alter Musik im Erzgebirge.
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Hans-Dieter Schöne - Orgel
Hans-Dieter Schöne wurde 1942 in Kamenz geboren. Seine Ausbildung erhielt er von 1963 bis 1968 an den Kirchenmusikschulen in Dresden (B-Prüfung) und in Halle (A-Prüfung). 1975 beendete er sein Studium der Klavierpädagogik an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" Dresden mit dem Diplom. 1968 trat er seine erste Anstellung als Kantor in Werdau bei Zwickau an, wo er 1980 zum Kirchenmusikdirektor ernannt wurde. Seit 1984 unterrichtet er im Lehrauftrag an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden als Dozent für Orgelliteratur. 1990 wurde er an die Apostelkirche nach Dresden-Trachau berufen und ist als Kirchenmusikdirektor für den Bereich Dresden-Mitte zuständig. Zahlreiche Konzertreisen führten Hans-Dieter Schöne als Orgelsolist und als begleitenden Organisten des Dresdner Kreuzchores und der Staatskapelle Dresden ins In- und Ausland.
5.11.m_derevo.htm
DEREVO (russisch: Baum) wird 1988 in Leningrad von Anton Adassinski gegründet, der aus Sibirien stammt. Seit früher Kindheit lebt er in Leningrad.
Sein Leben im Theater beginnt 1982 - zunächst als Schauspieler und schon bald als Regisseur seiner eigenen Stücke. Anfang 1988, schon ein bekannter Künstler in Leningrad, hat er das Gefühl, daß keine der künstlerischen Aktivitäten, die er entwickelt hat, ihn noch befriedigen können. Er läßt alles hinter sich und öffnet eine Schule, ohne zu wissen welche Form der Arbeit er dort verwirklichen will.
50 Studenten bewerben sich für die Schule. Adassinski entwickelt ein Training von sieben Stunden pro Tag welches die Sensibilität der Schüler entwickeln soll. Nach einem Jahr wählt er vier seiner Studenten aus. DEREVO ist geboren.
Die erste offizielle Aufführung von DEREVO findet im November 1988 in Leningrad unter dem Titel "RED ZONE" statt. Im August 1997 gewinnt dieses Stück den "total theatre award" für die "Innovativste Internationale Produktion" beim Edinburgh Fringe Festival.
DEREVO tourt ausgiebig in Europa und Übersee und ist bislang in 25 verschiedenen Ländern aufgetreten.
Von Anfang an widersetzt sich DEREVO den Fragen danach, den Stil der Arbeit zu charakterisieren. Die Presse kreiert Namen wie "Stilles Theater", "Neuer Tanz", "Butoh" und viele andere. DEREVO freut sich über jede neue Kreation der Kritiker, deren Kreativität somit keine Grenzen gesetzt sind.
Vom Jahr 2000 an besteht der künstlerische Kern von DEREVO aus den drei Gründungsmitgliedern Elena Iarovaia, Tatiana Khabarova und Anton Adassinski.
Für einige Stücke werden andere Künstler eingeladen, manchmal entstehen Projekte zusammen mit Schülern, weil DEREVO nie vergißt, daß es im Leben nie einen Mangel an Lehrern gibt, aber immer einen Mangel an Schülern. Daher will DEREVO ständig weiter lernen und, wo möglich, sein Wissen mit anderen teilen.
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Andreas Gundlach - Orgel
geboren 1975 in Hannover; entdeckte mit fünf Jahren Vaters Heimorgel für erste virtuose Studien (Flohwalzer überkreuz), deren Festigung wenig später durch Klavierunterricht erzielt wurde; angeregt durch das väterliche Vorbild wurde von Anfang an nach dem Gehör improvisiert; die erworbenen Fertigkeiten dienten der Erfindung von Vor- und Nachspielen b.z.w. Choralbegleitungen in den Gottesdiensten; nicht weit von der Begeisterung für die Orgel lag jene für Synthesizerkeyboards und Workstations
Bereits mit 15 Jahren Programmiertätigkeit professioneller Software auf Honorarbasis für Skyline Musicware; nach dem Zivildienst 1995 Studienbeginn an der Dresdner Musikhochschule "Carl Maria v. Weber" bei Michael Fuchs (Klavier) und Rainer Lischka (Komposition), zudem Studien bei Günter Hörig; außerdem Studien bei Larry Goldings in New York; 1999 Examen und danach Beginn der Tätigkeit als Lehrbeauftragter an den Musikhochschulen in Dresden und Leipzig für Jazz-Piano und Improvisation; klassische Klavierausbildung bei Christa Holzweißig; Pianist und Arrangeur für die Band "The Long Island Ice Tea Jazzfanatics", die seit 1997 jeden Montag im Jazzclub Tonne auftritt; Leitung des "Andreas Gundlach Trios"; Contemporary Mainstream Jazz, eigene Kompositionen, Debut-CD erschien im Frühjahr 2001; Leitung des Unterhaltungstrios "The Swinging Brothers" mit Arrangement, Klavierspiel und Gesang in klassischer Besetzung mit Tom Götze am Kontrabaß und Sven Helbig am Schlagzeug; Mitglied der Dresdner Sinfoniker, Keyboarder bei der Uraufführung der "Apocalypse" von John McLaughlin im Sommer 1999; Komponist von Bühnenmusik u.a. für das Staatsschauspiel Dresden ("Die Wirtin"); Dresdner Mimenstudio; Komödie (Kassel)
Als Andreas Gundlach 1995 nach Dresden kam, dauerte es nicht lange, bis er einer der wesentlichen Vertreter der städtischen Jazzszene wurde. Als Pianist, Komponist und Arrangeur ist er tragendes Mitglied des "Real Monday Night Long Island Ice Tea Jazzfanatics Orchestra", das seit nunmehr 5 Jahren jeden Montag im Jazzclub Tonne aufgetreten und für viele Musikbegeisterte aller Genres zur festen Institution geworden ist.
Er studierte an der Hochschule für Musik "Carl Maria v. Weber" Klavier bei Michael Fuchs und nahm privat klassischen Unterricht bei Christa Holzweißig. Hinzu kamen Studien bei Larry Fuller und Larry Goldings in New York. "Eine phänomenale Jazz-Begabung am Klavier", urteilt die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Seine beeindruckende Technik und sein unerschöpflicher Ideenreichtum erweckten stets euphorische Begeisterung bei Konzerten mit dem eigenen Trio oder diversen anderen Bands wie "The Long Island Ice Tea Jazzfanatics", "The Swinging Brothers", "Jungle-Jazz-Rhapsody", der "Lars Kutschke Band" u.v.a. Im Frühjahr 2001 erschien die aktuelle CD seines Trios mit Gastmusiker Adam Rogers (g/ USA).
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Freundliche Unterstützung durch
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