Dresdner Totentanz - Ausstellung + Musik + Tanz + Theater
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Dresdner Totentanz
Ein Projekt von Thomas Friedlaender und Marius Winzeler
In Zusammenarbeit mit expositio gmbh, Zürich
Veranstalter: Haus der Kirche - Dreikönigskirche Dresden


Der Tod, Sterben, der Totentanz - das sind Themen, die den Menschen seit jeher umtreiben und weder im Gestern noch im Morgen ihre Aktualität einbüssen. Jeder ist davon betroffen - ob Mann oder Frau, arm oder reich, im Tod sind alle gleich. Im Mittelalter fand diese Erkenntnis im Bild des Totentanzes seinen Ausdruck: Mit dem Sensenmann müssen Kaiser und Papst ebenso ihren letzten Tanz tanzen wie der Bauer oder der Bettler.

In Dresden hat sich einer der großen Totentänze des 16. Jahrhunderts erhalten, einmalig in seiner plastischen Gestalt, Größe und Form und dennoch bisher kaum beachtet: Es handelt sich um ein 12 m langes Sandsteinrelief mit 27 Figuren, entstanden 1534 für das Georgentor des Residenzschlosses und heute in der Dreikönigskirche angebracht. Kaiser Karl V. ist als Totentänzer darauf zu sehen, der sächsische Herzog Georg als Auftraggeber des Reliefs, eine Äbtissin oder ein Kind mit dem Tod. Ein langer Reigen zieht sich vor dem Betrachter entlang, geschaffen vom Bildhauer Christoph Walther I aus Breslau.

Mit unserem Projekt möchten wir dieses Kunstwerk, das so eindrücklich die Unausweichlichkeit der menschlichen Gesellschaft vor dem Tod vor Augen führt, auf neue Weise erlebbar machen. So wird der Dresdner Totentanz in eine 1999 entstandene Ausstellung einbezogen werden, die bereits in zahlreichen Kirchen der Schweiz mit großem Zuspruch gezeigt wurde. Den Totentanz-Bildern werden Videosequenzen gegenübergestellt, in denen heutige Menschen über ihre Todeserfahrungen berichten. Auf mehreren Ebenen findet damit eine packende Auseinandersetzung mit Fragestellungen statt, die für jede und jeden aktuell sind.

Diese Präsentation wird durch ein Konzert-, Theater- oder Tanzprogramm ergänzt. Die Aktualität und die Zeitlosigkeit des Themas erhält dadurch eine Vertiefung. Die Vielfalt des Begleitprogramms reicht von Tänzen des 15. Jahrhunderts über eine kunsthistorische Betrachtung des Totentanzes bis hin zu zeitgenössischen Improvisationen und modernem Tanztheater.

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